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Kinder und Bildschirme: Ein Blick auf die Gesundheitsrisiken

02.03.2024 von Vreny Blanco · 5 min Lesezeit · Digitales Wohlbefinden

Kind benutzt das Telefon
Bild von Freepik

Das Internet bietet vielfältige Möglichkeiten für Bildung, Kreativität und sozialen Austausch. Ohne angemessene Anleitung und Schutz können Kinder jedoch leicht ungeeigneten Inhalten und Bedrohungen im Internet ausgesetzt sein. Darüber hinaus kann die übermäßige Nutzung von Computern und Smartphones das Risiko einer Internetabhängigkeit erhöhen, die sich negativ auf die Gesundheit und das Wohlbefinden von Kindern auswirken kann.

In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf einige mögliche Gesundheitsrisiken, die mit der exzessiven Nutzung des Internets durch Kinder verbunden sind. Wenn wir diese Risiken verstehen, können wir proaktive Maßnahmen ergreifen, um das Wohlergehen der jungen Generation im digitalen Zeitalter zu gewährleisten.

Internetsucht

Internetabhängigkeit ist eine Impulskontrollstörung, die durch exzessive Nutzung des Internets gekennzeichnet ist. Wenn Kinder zu sehr von der Technologie abhängig werden, können sie ein Suchtverhalten entwickeln, das sich negativ auf ihre psychische Gesundheit und ihr allgemeines Wohlbefinden auswirkt.

Einige der Gesundheitsrisiken im Zusammenhang mit Internetabhängigkeit bei Kindern sind:

  • Verringerte Empathie.
  • Verringerte körperliche Aktivität.
  • Verkürzte Aufmerksamkeitsspanne.
  • Verschlechterung der sozialen Fähigkeiten.
  • Schlafstörungen.
  • Psychologische Auswirkungen.

Verringerte Empathie

Zu viel Bildschirmzeit kann die Entwicklung wichtiger Fähigkeiten beeinträchtigen. Dazu gehören das Verstehen und Interpretieren von Körpersprache wie Mimik und das Erlernen sozialer Kompetenzen, die für die Entwicklung von Empathie unerlässlich sind.

Empathie ermöglicht es uns, die Gefühle anderer zu verstehen und wertzuschätzen und dadurch angemessen und mitfühlend zu reagieren. Empathie spielt eine entscheidende Rolle beim Aufbau zwischenmenschlicher Beziehungen und einer solidarischen Gesellschaft.

Verringerte körperliche Aktivität

Die intensive Nutzung von Computern oder Smartphones führt häufig zu einem Mangel an körperlicher Aktivität. Das lange Sitzen vor dem Computer verringert die Möglichkeiten, sich körperlich zu betätigen, z. B. draußen zu spielen oder Sport zu treiben. Dieser Bewegungsmangel kann zu Übergewicht und anderen gesundheitlichen Problemen führen, die das Wohlbefinden der Kinder beeinträchtigen.

Fernsehen oder Videospiele können auch dazu führen, dass Kinder häufiger zu Snacks greifen, da ihre Aufmerksamkeit von der bewussten Nahrungsaufnahme abgelenkt wird.

Verkürzte Aufmerksamkeitsspanne

Zu viel Zeit vor dem Bildschirm kann die Fähigkeit von Kindern beeinträchtigen, sich über längere Zeiträume zu konzentrieren. Dies kann sich negativ auf ihre schulischen Leistungen auswirken, da sie Schwierigkeiten haben, sich auf Aufgaben zu konzentrieren, die anhaltende Aufmerksamkeit erfordern.

Verschlechterung der sozialen Fähigkeiten

Persönliche Interaktionen sind unerlässlich, damit Kinder lernen, nonverbale Signale zu verstehen und zu interpretieren. Sie bieten Kindern auch wertvolle Gelegenheiten, effektiv zu kommunizieren und bedeutsame Beziehungen aufzubauen.

Eine eingeschränkte Fähigkeit, nonverbale Signale zu interpretieren, kann zu sozialen Problemen wie Schüchternheit, Angst und Schwierigkeiten in zwischenmenschlichen Beziehungen führen.

Schlafstörungen

Das blaue Licht von Bildschirmen kann die Produktion des Hormons Melatonin, das den Schlaf-Wach-Zyklus reguliert, stören und die natürlichen Schlafmuster verändern. Als Folge können Kinder, die zu viel Zeit vor Bildschirmen verbringen, Schwierigkeiten beim Einschlafen oder Durchschlafen haben.

Psychologische Auswirkungen

Kinder können in Chatrooms, sozialen Netzwerken oder Multiplayer-Spielen, Cyber-Mobbing und Online-Bedrohungen ausgesetzt sein. Eine langfristige und unkontrollierte Nutzung dieser Online-Umgebungen kann zu Depressionen, Einsamkeit und einer verzerrten Wahrnehmung der Realität führen.

Tipps für Eltern

Es ist wichtig, ein Gleichgewicht zu finden und sich der potenziellen Risiken bewusst zu sein, die mit einer übermäßigen Internetnutzung verbunden sind. Wenn du die Bildschirmzeit deines Kindes proaktiv kontrollierst, kannst du sein Wohlbefinden sicherstellen und eine gesunde Beziehung zur Technologie fördern.

So kannst du die übermäßige Internetnutzung deiner Kinder verhindern:

  • Sprich mit deinen Kindern über die Vor- und Nachteile der Technologie.
  • Beobachte, wie dein Kind soziale Medien nutzt, welche Websites es besucht und welche Spiele es online spielt.
  • Achte darauf, dass deine Kinder an sozialen Aktivitäten teilnehmen.
  • Ermutige sie, sich mit Freunden zu treffen.
  • Richte auf dem Computer deines Kindes Kindersicherung ein, um ungeeignete Websites und Apps zu blockieren.
  • Verwende Apps oder Schutzsoftware auf dem Handy deines Kindes, um schädliche Inhalte zu blockieren.
  • Lege eine tägliche Schlafroutine fest.
  • Schalte alle elektronischen Geräte mindestens eine Stunde vor dem Schlafengehen aus oder räume sie weg.
  • Kinder unter 2 Jahren sollten keine Bildschirmzeit haben.
  • Nicht mehr als eine Stunde Bildschirmzeit pro Tag für Kinder zwischen 2 und 5 Jahren.
  • Setz für Kinder ab 6 Jahren Grenzen in Bezug auf die Zeit und die Art der Medien, die sie nutzen.
  • Zögere nicht, den Kinderarzt zu konsultieren, wenn du unregelmäßige Schlafgewohnheiten oder deutliche Veränderungen in den schulischen Leistungen oder im Verhalten deines Kindes feststellst.

Fazit

Das Internet kann Kindern eine Vielzahl von Bildungs- und Unterhaltungsmöglichkeiten bieten. Es ist jedoch wichtig, die richtige Balance zu finden und sich der möglichen Risiken einer übermäßigen Nutzung bewusst zu sein. Wenn du die Bildschirmzeit deines Kindes proaktiv steuerst, kannst du zu seinem Wohlbefinden beitragen und eine gesunde Beziehung zur Technologie fördern.

Mädchen benutzt den Computer
Bilder von rawpixel.com auf Freepik
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