Wie Smartphone-Nutzung Stimmung und Konzentration beeinflusst
03.06.2026 von Vreny Blanco · 5 min Lesezeit · Digitales Wohlbefinden
Hast du schon einmal bemerkt, dass dich manche Arten der Smartphone-Nutzung eher erschöpft zurücklassen oder deine Stimmung verschlechtern, während sich andere neutraler oder sogar hilfreich anfühlen?
Eine Studie von Jinhee Lee und Kolleg:innen auf Grundlage von Daten von 62.276 Jugendlichen im Alter von 12 bis 18 Jahren untersuchte, wie der hauptsächliche Zweck der Smartphone-Nutzung mit subjektivem Stress, depressiver Stimmung, Suizidgedanken, Smartphone-Übernutzung und negativen Folgen der Smartphone-Nutzung zusammenhängt.
In diesem Beitrag findest du die wichtigsten Ergebnisse sowie praktische Hinweise, wie du potenziell problematische digitale Muster erkennen kannst.
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📱 Arten der Smartphone-Nutzung
Die Forschenden teilten die hauptsächliche Smartphone-Nutzung der Jugendlichen in vier Kategorien ein:
- Lernen: Das Smartphone wurde vor allem zum Lernen genutzt.
- Soziale Netzwerke: Dazu gehörten Messaging und Chats, Online-Communities und soziale Netzwerke.
- Spiele: Das Smartphone wurde hauptsächlich zum Spielen genutzt.
- Unterhaltung: Dazu zählten das Ansehen von Filmen, das Lesen von Comics oder fiktionalen Inhalten, das Hören von Musik sowie das Erstellen eigener Inhalte und Videos.
Die Jugendlichen sollten eine Hauptkategorie auswählen, die sie in den letzten 30 Tagen am meisten auf dem Smartphone genutzt hatten.
🧾 Zentrale Ergebnisse
1. Soziale Netzwerke
- Jugendliche, die ihr Smartphone hauptsächlich für soziale Netzwerke nutzten, zeigten die höchste Prävalenz depressiver Stimmung und von Suizidgedanken unter den vier Gruppen.
- Diese Gruppe verbrachte auch am meisten Zeit mit dem Smartphone: an Schultagen rund 5,4 Stunden pro Tag.
- Außerdem berichteten sie häufiger von negativen Folgen der Smartphone-Nutzung, darunter Konflikte mit Familienmitgliedern, Konflikte mit Freund:innen und schlechtere schulische Leistungen durch die Smartphone-Nutzung.
- Die Gruppe zeigte auch eine höhere Prävalenz von hohem subjektivem Stress und aktuellem Alkoholkonsum.
- Außerdem war der Anteil weiblicher Jugendlicher höher, und die Rate körperlicher Aktivität niedriger als in den anderen Gruppen.
2. Spiele
- Jugendliche, die ihr Smartphone hauptsächlich zum Spielen nutzten, hatten den niedrigsten Anteil an depressiver Stimmung und Suizidgedanken unter den vier Gruppen.
- Die Spiel-Gruppe verbrachte an Schultagen durchschnittlich etwa 4,1 Stunden pro Tag mit dem Smartphone.
- In der Spiel-Gruppe berichteten 48,1 % von schlechteren schulischen Leistungen durch die Smartphone-Nutzung, verglichen mit 43,0 % in der Lern-Gruppe.
- Die Spiel-Gruppe bestand häufiger aus jüngeren, männlichen Jugendlichen, aus Jugendlichen aus ländlichen Regionen und aus Jugendlichen mit weniger als 6 Stunden Schlaf.
3. Unterhaltung
- Jugendliche, die ihr Smartphone hauptsächlich zur Unterhaltung nutzten — etwa für Filme, Musik, Comics oder fiktionale Inhalte sowie zum Erstellen eigener Inhalte und Videos — hatten höhere Chancen auf Smartphone-Übernutzung als die Lern-Gruppe.
- Die Unterhaltungs-Gruppe verbrachte an Schultagen durchschnittlich etwa 4,3 Stunden pro Tag mit dem Smartphone.
- Sie berichteten auch häufiger von schlechteren schulischen Leistungen durch die Smartphone-Nutzung als die Lern-Gruppe, aber seltener als die Gruppe mit sozialer Netzwerknutzung.
- In dieser Gruppe war ein niedriger familiärer sozioökonomischer Status häufiger vertreten als in den anderen Gruppen.
4. Lernen
- Die Lern-Gruppe zeigte die geringste durchschnittliche Smartphone-Nutzungszeit mit rund 3,0 Stunden pro Schultag.
- Außerdem berichtete sie am seltensten von Konflikten mit Familienmitgliedern, Konflikten mit Freund:innen und schulischen Problemen durch die Smartphone-Nutzung.
- Diese Gruppe war außerdem häufiger durch ältere Jugendliche, einen Wohnort in Großstädten und einen höheren familiären sozioökonomischen Status gekennzeichnet.
❗️ Was du daraus mitnehmen kannst
Diese Studie ist querschnittlich. Das bedeutet: Sie zeigt Zusammenhänge, kann aber nicht beweisen, dass eine bestimmte Art der Smartphone-Nutzung direkt Depressionen, Suizidgedanken oder andere Probleme verursacht.
Trotzdem legen die Ergebnisse nahe, dass nicht nur wichtig ist, wie lange du dein Smartphone nutzt, sondern auch, wofür du es hauptsächlich verwendest.
Was bedeutet das für dich?
- Nicht jede Bildschirmzeit ist gleich. In dieser Studie hing der Hauptzweck der Smartphone-Nutzung mit unterschiedlichen Mustern von Übernutzung und psychologischen Merkmalen zusammen.
- Die Studie zeigte einen Zusammenhang zwischen psychischer Gesundheit und der Nutzung sozialer Netzwerke. Die Gruppe mit überwiegender Nutzung sozialer Netzwerke wies höhere Werte bei depressiver Stimmung, Suizidgedanken und subjektivem Stress auf als die anderen Gruppen.
- Auf den Hauptgrund deiner Smartphone-Nutzung zu achten, kann dir helfen, Muster zu erkennen, die mit Stimmung, Übernutzung und alltäglichem Funktionieren zusammenhängen.
🖥️ Mit 1Focus auf dem Mac konzentrierter arbeiten
Wenn du merkst, dass soziale Netzwerke oder Unterhaltungsinhalte im Alltag zu viel Raum einnehmen, kann es helfen, dein digitales Umfeld bewusster zu gestalten.
Mit 1Focus kannst du zum Beispiel:
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ablenkende Websites und Apps blockieren oder zeitlich begrenzen, etwa soziale Netzwerke oder Video-Plattformen, während deiner Lern- oder Arbeitsphasen. Siehe: Wie du eine Website auf dem Mac blockierst und Wie du Apps auf dem Mac blockierst
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Fokus-Sitzungen planen, damit Lernen oder Arbeiten in wichtigen Stunden des Tages im Vordergrund bleibt. Siehe: Wie du deine Blockierungssitzungen in 1Focus planst
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ungeplante Wechsel zu sozialen Netzwerken und Unterhaltungsinhalten reduzieren, wenn du ungestörter arbeiten möchtest. Siehe: Wie du begrenzten Zugang zu ablenkenden Inhalten planst
Wenn du dein digitales Umfeld bewusster gestaltest, kann es leichter werden, konzentriert zu bleiben und gesündere digitale Gewohnheiten zu entwickeln.
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Dieser Artikel ist nicht gesponsert, und für seine Erstellung wurde keine Vergütung erhalten. Er gibt die persönliche Interpretation der Autorin zur zitierten Forschung wieder und dient ausschließlich Informationszwecken. Er ersetzt keine professionelle medizinische oder psychologische Beratung, Diagnose oder Behandlung.